Offenheitsindex
Soziokultureller Ort. Vor- und Nachteile unseres FabLabs
Das FabLab Chemnitz ist ein soziokultureller Ort. Das bedeutet viel:viel - vorallem ist es ein Mix aus jung / alt / arbeitslos / selbstständig / ahnungslos / passioniert / faul / professionell / studentisch / mehrsprachig / unterschiedlich gesund / mehrgeschlechtlich / unterschiedliche Religionen / diverse politische Auffassungen / verschiedene körperliche und geistige Verfassungen.
Die Aufgabe für jeden einzelnen bei uns ist wohl heruntergebrochen: Finde den richtigen Umgang! Nicht jeder kann dein Freund werden. Aber niemand muss dein Feind werden.
Mitglied werden? Wozu?
Es gibt viele gute Gründe, dem Stadtfabrikanten e.V. beizutreten!
- Lerne und lehre mit uns: teile Wissen, Erfindergeist, Erfahrungen und mehr
- Teile die Idee Offener Werkstätten in Chemnitz, Deutschland, Europa und werde damit Teil eines deutschlandweiten Interessennetzwerks: dem Verbund Offener Werkstätten (VOW) und VULCA.
- Werde Part einer aktiven Gemeinschaft: in unserem lokalen Anlaufpunkt "FabLab Chemnitz" (aka Offene Werkstatt, MakerSpace, FabLab), darüberhinaus unterwegs und digital
- Finde sozialen Austausch zu Gleichgesinnten im Verein und zu unseren Freunden und Partnern
- Erhalte Zugang zu Open Source Technologien
- Begeistere dein Umfeld mit deinen eigenen Ideen und Gedanken
- Entwickle mit uns und gestalte mit: Kurse, Werkstattbereiche, Prototypen, ...
- Stärke und begleite den Verein als Organisation (auch finanziell)
- Alleine machen ist gut. Zusammen machen ist besser.
- Bekomme Zugang zu Geräten und Maschinen, die du dir selbst nicht leisten kannst (z.B. aus Sinnhaftigkeits-, Platz- oder Geldgründen)
Typisches Vereinsleben. Des einen Vorteil ist möglicherweise des anderen Nachteil?
Aus den Erfahrungen der letzten 10 Jahre haben wir vieles gelernt bzw. Verhaltensmuster beobachtet, die Menschen erzeugen können. Hier ein heruntergebrochener Auszug:
- fehlende Kommunikation
- Ego-Trips & Eigenbrödlerei
- "Erst meins, dann meins, dann eventuell später deins"
- von introvertiert bis extroveriert ist viel dabei: nicht jeder Mensch ist mit jedem kompatibel
- die Werkstatt wird genutzt, aber nicht in Schuss gehalten
- es wird nicht ordentlich vorbereitet
- es wird nicht ordentlich aufgeräumt
- verursachten Kosten durch Verbrauch/Defekt werden auf die Allgemeinheit abgeladen, die Verantwortung von sich geschoben
- Leute lenken anderen Leute ab: durch laute oder intensive Gespräche - mit Abschweifen und "vom Hundertstel ins Tausendstel", Monologe oder Tätigkeiten
- mancheiner drückt jemandem auch mal eine andere Meinung auf
- Werkzeuge und Dinge werden verlegt oder ohne Absprache ausgeliehen oder waren "auf einmal" kaputt
- es herrscht kreatives Chaos: das kann gut und schlecht sein
- unterschiedliche Skills, praktische Erfahrungen, körperliche Einschränkungen und Arbeitsweisen führen zu falschen Vorbildern, fatalen Nachahmsituationen oder Gefahrensituationen
- es gibt eine gewisse natürliche Intransparenz: nicht jeder kennt jeden. Deshalb wissen nicht alle, wer Gast und wer Mitglied ist
- unterschiedliche Wahrnehmung und Gewichtung von Themen im Verein: Pflichten und Konsequenzen sind unklar, Entscheidungen tun manchmal weh oder dauern ewig, weil sie entweder keiner treffen will, treffen kann oder das Gremium dafür erst zusammen kommen muss und die Wissensstände bzw. Standpunkte extrem unterschiedlich sind. Ein Vergleich zur regulären Businesswelt kann hier nur bedingt angestellt werden.
- für manche Themen gibt auch nach vielen Jahren trotzdem es keine Kompetenzpersonen, was häufig ein Problem sein kann
- Verantwortung übernehmen: wenige Leute machen zu viel, während viele Leute zu wenig machen: die anderen werden es schon für mich richten!
- Selbstüberschätzung: viel ja sagen und Versprechen abgeben, aber das Versprechen nicht halten können oder gar vergessen
- der Verein und seine Technik/Räume/Leute werden manchmal nur auf das schnell erkennbare Äußerliche reduziert:
- "Oh, ihr habt viel Equip und das kostet nur 22€ pro Monat? Ja wie cool, da kann ich ja richtig billig hier rumwerkeln (aber mich nicht integrieren)"
- der Verein wird als Ort angesehen, wo man seine Kinder parken kann und andere kümmern sich dann drum
- der Verein wird als Ort angesehen, wo man "mal schnell" was machen kann - ohne Rücksicht auf die anderen oder das zu Grunde liegende Regelwerk
- der Verein wird als Ort angesehen, wo "man schnell" was machen LASSEN kann (Dienstleistergedanke. Konsum statt Kompetenz)
- das Konzept des Vereins, die Satzungszwecke und das etablierte Netzwerk aus Partnern und Freunden werden nicht gesehen oder nicht verstanden
Was sind Offene Werkstätten?
Wir sind eine offene Werkstatt. Und das heißt, dass wir offen sein wollen. Aber was heißt das überhaupt?
Offene Werkstätten sind Orte des Handwerks, der computergesteuerten Fertigungsverfahren und digitalen Technologien, die du mitgestalten und -nutzen kannst. Sie alle eint die Idee, Wissen, Werkzeuge und Maschinen, Technik und Materialien zu teilen. Finde eine Werkstatt in deiner Nähe oder werde Mitglied im Verbund Offener Werkstätten! - Zitat von https://offene-werkstaetten.org/de
Orientierung am Offenheitsindex des VOW
Wir nutzen zur "Bestimmung" unser Offenheit den Leitfaden vom Vebund Offener Werkstätten e.V. Unsere Reflexion zu den dort genannten Themen wurde zuletzt im April 2025 evaluiert und ist hier zu finden: