Projekte und Anleitungen Couch Tisch 2.0 - die Wiedergeburt Dieser Couch Tisch entstand 2018, weil der Originaltisch kaputt ging - Mario stellte sich doof an ;o). Allerdings überlebte die obere Platte. So bot es sich an einen neuen Tisch daraus zu bauen. Dafür hat Mathieu - ein Mitglied von uns - seine Idee verwirklicht und ein individuelles Gestell aus Buchenholzelementen in CAD designed und angefertigt. Er strahlte dann in unserer Ecke für regelmäßige Pizza-Meetings, bis wir letztlich in die Stadtwirtschaft umgezogen sind und der Tisch geopfert wurde. DIY Cembalo "Catcannyphone" Wir bauen ein Dosencembalo aus Resten aus der Werkstatt und diversen Haushaltsgegenständen. Und weil es aus Katzenfutterdosen besteht, hat es den bescheuerten Name "Catcannyphone" bekommen . Die Idee basiert auf https://www.youtube.com/watch?v=Ao_9pQ5L5dE bzw. https://www.youtube.com/watch?v=tfqkmPL_Q6A Die Umsetzung fand in der KunstKlang-Woche vom 17.07. bis 22.07.2022 statt und sorgte für ausgiebiges Bespielen. Festgelegtes Tuning (alle Saiten haben den gleichen Durchmesser - Steg- und Resonatorpositionen siehe Fotos) Das Tuning ist C3 D#3 G3 G#3 A#3 D#4 F4 G4 und wurde willkürlich durch Ausprobieren und Gefallenfinden festgelegt. Es entspricht keinem Standardtuning wie z.B. in https://somasoundsculptures.com/de/instrumente/klangmodelle Ton Frequenz (Hz) 1 C3 130,813 Hz 2 D#3 146,832 Hz 3 G3 195,998 Hz 4 G#3 207,652 Hz 5 A#3 233,082 Hz 6 D#4 311,127 Hz 7 F4 349,228 Hz 8 G4 391,995 Hz Stückliste Resonator-Unterbaugruppen (alle identisch) 8x Katzenfutterdose (Firma Animonda, Ø72mm - 53mm hoch, entgratet 8x Gewindestange M8 x 160 mm - Stahl verzinkt xx Sechskantmutter M8 (ISO 4032) 16x Karosseriescheibe M8 groß alte Kabelisolation Ø8xØ10 mm- Segmentlänge ca. 1cm jeweils (als Entkopplung, damit die Dosen nicht schnarren - viel viel besser als Gewebeband) 8x Gitarrensaite, z.B. E-Saite mit Dicke .052 inch (ca. 1,32 mm) 8x Unterlegscheibe M3 8x Unterlegscheibe M5 8x Unterlegscheibe M8 Auflageplattform (modular) 8x Puukx-Traverse - in 1er-Schritten verjüngt. Längste Traverse 19-Loch und kürzeste Traverse 12-Loch 2x Gewindestange M8 x 350 mm - Stahl verzinkt 4x Sechskantmutter M8 (ISO 4032) 4x Karosseriescheibe M8 groß Saitenauflage 8x M8x70mm Gewindestange M8 (extra eingeschlitzt) 8x M8 Mutter (zum Klemmen der Saiten, um Schnarren zu verhindern) 8x Saitenauflagebolzen (3D-Druckteil) Saitenspanner 8x Buchenholzrundstab Ø18,5x75 8x Holzschraube Ø4x 40 mm Sechskantschlüssel SW6 - zum Stimmen der Saiten Sticks: 2x 400 mm Bambusröhrchen (entgratet) Benötigtes Werkzeug/Maschinen Akkuschrauber + Bits Holzbohrer 3mm / 8mm Trennschleifer Kappsäge 2x Maulschlüssel SW 13mm oder Ratsche mit Nuss Stufenbohrer Schleifbock / Bandschleifer Schraubstock Körner mit kleiner Spitze Seitenschneider (zum Trennen der Kabelisolation und zum Kürzen der Gitarrensaiten) 3D-Drucker Gewindeschneider M8 Aufbauschritte Die folgenden Schritte werden jeweils 8x wiederholt 1. Traverse vorbereiten Eine Gewindestange (mit Trennschneider geschnitten und am Schleifbock entgratet) mit 2 Karosseriescheiben M8 und 2 Stück ISO 4032 Sechskantmuttern M8 fest auf der Traverse verschrauben und ein Segment Kabelisolation aufstülpen. Eine der später sich in der Mitte des Instruments befindenden Traversen sollte ca. 1cm Überstand der Gewindestange nach unten aufweisen (Dreipunktlagerung; siehe Punkt Standsicherheit) - alle anderen Gewindestangen sollten je bündig mit den Mutterstirnflächen verschraubt werden (oder man flext sie später mit dem Trennschleifer ab). 2. Dosen entgraten Man nehme: Hackstock, Holzdorn (konisch), Plattenhammer, Dose 3. Dosenmitte mit Körner durchstoßen Wir stoßen ein ca. 2mm großes Loch direkt mit dem Körner und einem kleinen Hammer in den Dosenboden. Ein Metallbohrer wird nicht benötigt (würde aber auch funktionieren) 4. Seitliche Löcher bohren Mit einem Stufenbohrer bohren wir jeweils 10mm große Löcher in die Mitte der Dosenwände. Dabei ist zu achten, dass die Bohrung nicht auf der Dosennaht gesetzt wird (weil die Dose hier besonders hart ist). Als Hilfe kann ein kleiner Papierkreis dienen, der den gleichen Bodendurchmesser hat und in der Mitte 1x gefalten wird. Dadurch können wir durch das erste gebohrte Seitenloch und das kleine gekörnte Loch im Dosenboden entsprechend anlegen und das zweite Seitenloch auf die andere Seite projizieren. 5. Saiten einfädeln Man nehme eine Gitarrensaite mit Ringende oder einfachem Knoten und stülpt von der kleinen zur großen Unterlegscheibe M3 - M5 - M8 so auf (Einfädeln in die Dose nicht vergessen), dass eine breite Auflagefläche auf dem Dosenboden entsteht (so wird die Saite später nicht durch das kleine Loch gerissen, wenn die Saitenspannung zu hoch sein sollte) 6. Dose aufschrauben Nach dem Einfädeln setzen wir die Baugruppe auf die präparierte Traverse. Dazu wird die Dose schräg und mit nur einem Loch auf die Gewindestange geschoben und dann die erste M8 Mutter aufgeschraubt. Dann fügen wir das zweite Stück Kabelisolation auf (lässt sich auf Schraubstockbacken mit etwas mehr wie 8mm Backenabstand recht einfach aufschieben). Danach wird die zweite M8 Mutter aufgeschraubt. 7. Traversen verbinden Wir verbinden die 8 Traversen mit den langen Gewindestangen, Unterlegscheiben und Muttern zu einem großen Gesamtkonstrukt 8. Tuner Es werden Buchenholzrundstäbe bearbeitet: Ein 7mm Loch bohren, welches später zum Einsetzen eines Stimmschlüssels (einfacher 90°-gebogener Sechskantschlüssel) dient. Ein weiteres Loch mit ca. 2-3mm Durchmesser zum Einfädeln der Gitarrensaite (diese verknoten wir einfach doppelt, damit diese nicht rutschen kann). Letztlich ein weiteres 3mm Loch ca. 50mm tief im Boden. Zusätzlich schlitzen wir die Rundohre ca. 1cm tief und fügen ca. 4x50mm Holzschrauben ein, wenn diese in die Traversen eingesetzt sind. Dadurch spreizen wir die Stäbe auf und regulieren damit die Klemmung, die für die Stimmstabilität notwendig ist. 9. Auflagestege präparieren Wir verwerten die alten Hammerkopfschrauben, indem wir die Köpfe mit dem Trennschleifer abschneiden und einen Schlitz (5-10mm tief) einschneiden. Der Schlitz muss mindestens genauso breit wie die Gitarrensaite sein. Die Teile müssen danach noch entgratet werden. Im Anschluss werden sie in die 3D-gedruckte Basis eingesetzt. Die Datei ist hier zu finden. In diese ist mit einem Gewindeschneider M8 ein passendes Innengewinde zu schneiden. 10. Standsicherheit Wir bauen eine nicht-gummierte Dreipunktlagerung des Instruments auf, damit man es auf eine Tischplatte stellen kann. Die Tischplatte kann dann mitschwingen und als Klangerweiterung genutzt werden. Hierzu installieren wir zwei weitere M8-Gewindestangen mit Scheiben und Muttern in den Traversen. Überstehende Gewindestangen auf Resonatorseite können abgeflext werden oder entsprechend weiter nach oben geschraubt werden. 11. Saiten spannen und stimmen Wir schneiden die restlichen Überbleibsel der Saiten ab und stimmen das Instrument wunschgemäß, zum Beispiel nach obiger Tabelle. Dazu können wir die Saitenauflagen (Stege) in beliebige Traversenlöcher setzen. Zum Verhindern von Schnarrgeräuschen können M8 Sechskanttmuttern auf die Saitenauflagen aufgeschraubt werden. Wir nutzen die kosten- und werbefreie Tuner-App "Tuner" vom F-Droid Store → https://f-droid.org/packages/org.billthefarmer.tuner/ DIY Tubaphone Mit einfachen, kaltgewalzten Metallrohren lassen sich prima Tubaphone bauen. Während der KunstKlang-Woche im Juli 2022 haben wir eines selbst gebaut. Das Anspielen der einzelnen Klangrohre sollte nicht mit gedämpften Gummis, sondern eher mit einem Hartzholzstück erfolgen. Die Spielweise ist entscheidend, ob sich der Klang sauber ausbildet oder stumpf oder hart vom Schlägel kommt. Stückliste 20mm Stahlrohr (Baumarkt) - ca. 3 Meter (wir hatten nur 2 Meter Segmente zu je 12/16/20mm und haben deshalb verschiedene Durchmesser kombiniert) Angelschnur Holzbalken Holzschrauben 4x80mm Nägel Wetterschutzfarbe Consolan Schwarz Radiergummis (als Anschlagpuffer) Werkzeugliste Rohrschneider (oder Metallbandsäge oder Trennschleifer) - zum Schneiden und Einritzen für den Angelschnurführungskanal Akkuschrauber + Bits Senker Hammer Aufbaufotos   Rohrlängen / Frequenzen Rohrlängen.ods (zum Anpassen nach Bedarf) Verbesserungshinweise Eine wesentliche Verbesserung wäre eine Bau nach der oberen Darstellung auf diesem Bild (alle Röhrchen auf einem gemeinsamen Seil - eingelagert in passenden Durchbrechungen), da dann jedes Rohr für sich weniger beim Anschlagen hin- und herpendelt, weniger Angelschnur geknotet und geschnitten werden muss und so auch auf Nägel verzichtet werden kann. Quelle: https://www.reidweigner.com/work/tubaphone DIY Tubulum   Dieses Tubulum entstand im FabLab Chemnitz als musikalische Percussion-Inspiration zum Ausprobieren und wird auf dem AJZ Bauspielplatz einen geeigneten Ort zum Spielen finden. Es kann entweder mit den Händen gespielt werden, wenn die Konservenglasdeckel auf den Rohren aufgeklemmt sind, oder als normales Tubulum, wenn die Deckel abgenommen werden. Sowohl Deckel, als auch Schlägel sind mit Schnüren befestigt, damit nichts verloren geht. Die Deckel hängen bewusst so tief, dass sie beim Spielen nicht gegen die Rohrwände schlagen und Störgeräusche machen können. Die Befestigung des Instruments sollte in angemesser Spielhöhe erfolgen. Tuning/Frequenzen/Ablängung Frequenz (Hz) 261,63 277,18 293,67 311,13 329,63 349,23 369,99 392,00 415,31 440,00 466,16 493,88 Rohrlänge (mm) 639,02 602,22 567,50 534,72 503,78 474,58 447,02 421,01 396,45 373,27 351,40 330,75 Sound-Beispiele Nicht besonders genial, aber ein Eindruck vom prinzipiellen Klang: sample1.mp3 sample2.mp3  Stückliste Holzbalken ca. 1300 x 140 x 40 mm Holzschrauben ca. 5x100mm Consolan Wetterschutzlasur dunkelbraun 3x PVC-Rohr 2m - 50mm Durchmesser (zersägen zu 12x Segment verschiedener Länge - mit oder ohne Sickenteil) Angelschnur 12x Konservenglasdeckel (55mm Außendurchmesser bzw. 60mm Außendurchmesser - z.B. von Senf- oder Pestogläsern; die Deckel passen zufällig und idealerweise saugend auf die Rohre) Sprühfarbe diverse Holzschrauben 1x alter Flip-Flop Schuh 1x Rundholz Gaffa-Tape Benötigtes Werkzeug Dickenhobel Kappsäge Lochkreissäge 50mm Akkuschrauber + Bits Senker Holzbohrer 4mm Metallbohrer 2mm Schleifpapier Permanentmarker Aufbau 1. Brett vorbereiten Wir hobeln ein altes Brett in die Maße ca. 1400 x 140 x 40 mm zurecht und sägen die die Enden glatt ab. Danach werden alle umlaufenden Kanten durch Abschleifen entgratet Wir zeichnen im regelmäßigen Abstand von 100mm die Mittelpunkte der Kreise für die Rohre an und bohren diese mit der Lochkreissäge aus Vorbohren seitlicher Löcher zum Befestigen der Rohre im Brett per Schraube - es reicht mit dem Holzbohrer bis zur Mitte des Brettes vorzubohren Senken der vorgebohrten Löcher Streichen des Brettes mit Lasur 2. Rohre zusägen Mit der Kappsäge sägen wir alle PVC-Rohre entsprechend ihrer Ziellänge ab (siehe oben) und entgraten diese im Anschluss mit Schleifpapier Wir beschriften die Rohre mit Ton und Länge, um später nichts zu vergessen 3. Deckel lackieren Da das Instrument auch als Trommel genutzt werden kann, nutzen wir Konservenglasdeckel. Für einen schöneren Look sprühen wir diese farbig an und lassen sie trocknen Vorbohren der Deckel in der Seite (2 Löcher) und Angelschnur daran befestigen (muss ca. 10cm länger sein als das jeweilige Rohr, an dem der Deckel befestigt wird) 4. Finalisierung des Instruments Wir setzen die Rohre der Reihe nach ein und schrauben sie fest. Danach können die Deckel und Schlägel am Brett befestigt werden. Die 55er Deckel passen auf die normalen Rohrabschnitte. Falls ein Rohrstück mit dickerer Sicke gesägt wurde, dann passen auf diese 60er Deckel 5. Schlägel Aus ein paar Brettern, Schrauben und auf der Bandsäge zugesägten FlipFlops schustern wir passende Schägel zusammen: 6. Installation am Zielort Das lange Brett hat zwei ungenutzte Stirnflächen. Diese eignen sich zum Montieren mit seitlich angebrachten Holzschalbrettern an einer Holzbudenwand, Geländer oder ähnlichem.   DIY Vitrine a la FabLab Chemnitz Diese Vitrine, bestehend aus dem Buchenholzbausystem, 3D-Druck Elementen und Glasplatten, war eines der ersten DIY-Projekte (entstanden 2016) im FabLab Chemnitz. Mit dem Umzug in die Stadtwirtschaft ist sie nicht wieder auferstanden. Kugel-Flip-Flop Das haben wir für das Timster Timtorial 2019 mit Kindern gebaut. Leider ist das Video nicht mehr online verfügbar. Posterleisten Stadtwerkstatt Im April wurden wir für die Anfertigung von 50 Sets Posterleisten beauftragt, um für den Europatag am 09.05.2026 in der Stadtwerkstatt (in der Stadtwirtschaft) entsprechendes Hängematerial zu haben. Ein Set besteht aus jeweils 4 Leisten. 2 davon bilden jeweils ein Paar (oben und unten). In jeder Holzleiste sind jeweils zwei Magnete eingebracht. Die gegenüberliegenden Leisten sind entsprechend passend gepolt. An einer der Oberleisten sind zwei zusätzliche 3 mm Löcher, durch die Angelschnur gefädelt wurde. Diese dient als Aufhängung. Der gesamte Auftrag belief sich damit auf 200 Einzelleisten. Reell entstanden sind 208 Leisten bzw. 52 Posterleisten-Sets. Die Posterleisten sind jeweils 600 mm lang, 20 mm breit und 12 mm dick. Damit sind sie für Poster im Format DIN A1 vertikal oder DIN A2 horizontal nutzbar. Sie bestehen aus Seekiefersperrholz (vermutlich Interieurverleimung) in B/CP Qualität. Das Basismaterial stammt von unseren direkten Nachbarn ZEUX - Materialinitiative für Chemnitz. Sie wurden aus einer Vollformatplatte (2,5 x 1,25 Meter) ausgesägt und sind 100% in Handarbeit entstanden. Insgesamt konnten mehr  Hängebeispiel Grafikwerkstatt FabLab Chemnitz, 29.04.2026 Entstehung Dazu wurde die Platte zunächst mit einer Tauchsäge in 4 Einzelsegmente geschnitten - jeweils exakt 60 cm breit. Die genaue Breite ist wichtig, da später beim Bohren der Magneten sichergestellt sein muss, dass die Magnete jeweils exakt überlappen, um maximalen Kraftschluss zu erzeugen (2,6 kg bei den gewählten Neodymmagneten). Deshalb wurden alle Segmente nach dem Zerteilen nochmals übereinander gelegt und bündig mit einem weiteren, tiefen Tauchsägeschnitt gleichmäßig und rechtwinklig abgeschnitten. Das Zusägen in Streifen erfolgte mit unserer Tischkreissäge. Die Qualität der Schnitte ist zufriedenstellend, aber nicht mit der einer Formatkreissäge vergleichbar. Entsprechend sind hierdurch sichtbare Breitentoleranzen entstanden, die wiederrum zu Bohrtoleranzen für die einzusetzenden Magnete nach sich zogen. Fertig zugesägte Leisten - geschliffen (Kanten gebrochen) und nach Ober- und Unterpaar sortiert: Die Magnete (8 mm Durchmesser, 3 mm Stärke) wurden in ein jeweils ca. 4 mm tiefes Loch eingepresst. Damit Platz für den Leim ist, wurde entsprechend ein Hohlraum von 1 mm Höhe eingearbeitet. Die Löcher wurden per Ständerbohrmaschine (mit Tiefenanschlag) eingebracht. Unsere Magnete haben einen Nenndurchmesser von 8 Millimetern. Gemessen ergaben sie jedoch 7,85 mm. Wir haben einen passenden Holzbohrer aus unserem Schrank verwendet, der ähnliche Toleranzen aufwies, damit die Bohrung eng genug ist, um eine stabile Pressung zu ermöglichen. Andernfalls würden die Magnete später schlechter im Holz halten und ggf. herausfallen. Der seitliche Abstand der Bohrungen wurde nicht per Maß festgelegt, sondern per physischer Begrenzung durch den genutzten Maschinenschraubstock (quantum MSO 100 von Optimum, siehe Foto) sowie einen dicken Magneten als seitlichen Anschlag. Für das Einpressen der Magnete: hierzu wurde zunächst jeweils ein Tropfen handelsüblicher Holzkaltleim (Weißleim) in die Öffnung gegeben. Dieser eignet sich gut, um Magnete im Holz einzukleben. Dann wurde der Magnet eingesetzt (Polrichtung jeweils von entscheidender Bedeutung) und anschließend im Schraubstock manuell eingepresst. Die Befestigungsschnüre wurden mit Hilfe einer simplen Vorrichtung gleichmäßig abgelängt und zugeschnitten: Im Anschluss wurden sie von Hand verknotet. An jedem Schnurende wurde eine Dreifachverknotung durchgeführt. Für die Verstauung der Leisten wurden oberes Paar und unteres Paar mit jeweils 2 Gummis gebunden. Die Angelschnur wurde schlussendlich um alles umwickelt und per Krepp-Tape fixiert, um Fitz zu vermeiden: Wir empfehlen diese Form der Lagerung im Falle, dass sie nicht genutzt werden. Verwendetes Material Material Menge Hinweise Seekiefersperrholz B/CP 2500 x 1250 x 12 mm 1 Stück Zerteilt in 200 Leisten zu je 600 x 20 x 12 mm Neodymmagnet 8 x 3 mm NdFeB N52 - 2,6 kg Haltekraft 400 Stück Angelschnur Berkley NanoFil 0,28 mm Durchmesser ca. 50 x 1 Meter 20,126 kg Haltekraft Holzleim D1 Ponal Express von Henkel Schnittplan und Dimensionen Posterleiste.pdf   Der Schnittplan ist unspektakulär: Von theoretisch 216 stück maximal möglichen Leisten (nach Besäumungsschnitt) konnten 208 Stück erfolgreich gewonnen werden. Damit beträgt der Ausschuss unter 4 Prozent. Benötigtes Werkzeug Tauchkreissäge Tischkreissäge Handschleifblock (mit P80 Papier) Ständerbohrmaschine 3 mm Holzbohrer 7,85 mm Holzbohrer Schraubstock mit Filzbacken Druckluftpistole Schere Anbringung Die Leisten werden über eine Angelschnur gehängt (z.B. Nagel, Pin, Schraube, Haken, ...) und können flexibel ausgerichtet werden. Die Höhe kann über das mehrfache Winden der Schnur über den entsprechenden Hängepunkt erreicht werden. Dies ist dann relevant, wenn z.B. zwei oder mehr Posterleisten nebeneinander auf gleiher Höhe hängen sollen. Troubleshooting Das Poster hält nicht und rutscht durch. Das Poster hält nicht und rutscht durch. In diesem Fall schüsselt vermutlich das Holz der beiden Leisten so auseinander, dass eine Haftung nicht gewährt ist. Hierzu kann auf dem Rücken des Posters ein Verstärkungsstreifen geeigneten Klebebands angebracht werden (z.B. 1-3 Lagen schmalen Maler-Kreppbandes). Dadurch entsteht mehr Haftung. Alternativ können weitere Magnetpaare in die Leisten eingebracht werden (z.B. genau in der Mitte) Ich möchte kleinere Poster mit den Leisten einspannen. Wie geht das? Ich möchte kleinere Poster mit den Leisten einspannen. Wie geht das? So direkt garnicht! Es kann beispielweise ein transparenter oder opaker Hintergrund im Format DIN A1 vertikal oder DIN A2 horizontal eingespannt werden (z.B. normales Druckerpapier, ein altes Poster mit der Rückseite nach vorn, PET-Folie oder PVC-Folie). Auf diesen Träger kann das das kleinere Medium aufgebracht werden, z.B. mit doppelseitigem Tape, o.ä. Dankeschön Die Umsetzung würde ermöglicht durch die Stadtwirtschaft / Stadt Chemnitz und ZEUX als Materialgeber. Insgesamt 4 Personen haben an der Herstellung mitgewirkt und insgesamt rund 20 Stunden Zeit investiert. Vielen Dank! Zylinder auf Zack (kleine Holzarbeit) Eine kleine Rolle aus Holz, die mit einem Gummi gespannt wird und ziemlich schnell rollen kann 😁 Fotos   Stückliste 1x Stab 12 cm x Ø3 mm (100er Packung Schaschlikspieße halbieren und stumpf schleifen) 1x Zylinder Ø7 x Ø32 mm, 50 mm breit - mit 2 x 5 mm Vertiefung (für Büroklammer-Arretierung) 1x Büroklammer 1x Gummi 25 mm (Firma ALCO) 1x Unterlegscheibe 0,7 x 3,2 x 9 mm Benutzen Nach dem Zusammenbauen kann der Gummi beim Aufziehen ca. 50 Wicklungen fassen